Luckys Geschichte


Lucky ist ein sensibler und bildschöner 1 ¼ jähriger Deutscher Schäferhund, der aus North Carolina, USA stammt. Er hat in seinem bisherigen kurzen Leben schon viel erlebt und das meiste davon war schrecklich.

Im Alter von etwa 7 Monaten wurde er in Burlington North Carolina von seinem damaligen Besitzer ausgesetzt. Nachdem er eine Weile hungrig und einsam umhergeirrt und schrecklich abgemagert war, wurde er von einem städtischen Hundefänger eingefangen und ins Tierheim gebracht. Nun kann man aber ein amerikanisches Tierheim nicht mit einem deutschen vergleichen, denn in Amerika werden Hunde und Katzen fast überall nach einer "Aufbewahrungsfrist" von ein bis zwei Wochen (regional verschieden) gnadenlos getötet.

Lucky - der damals noch keinen Namen hatte - hatte Glück im Unglück, denn die Aschaffenburgerin Patricia Winheim, die in Burlington ihre Cousine besuchte, entdckte ihn zufällig und wollte ihn vermitteln, um ihn vor der Todesspritze zu bewahren. Man sagte ihr, dass sich schon ein Mann gemeldet hätte, der Lucky aufnehmen wolle. Beruhigt, dass der Hund überleben und ein neues Zuhause finden würde, flog Frau Winheim am Morgen des 11. September 2001 nach New York , um von dort aus am Abend weiter nach Hause zu fliegen.

Am John F. Kennedy Flughafen angekommen, löste sie eine Busfahrkarte zum World Trade Center. Es war kurz vor 8 Uhr. Patricia Winheim spürte plötzlich, dass etwas nicht in Ordnung war, allerdings hatte das nichts mit dem bevorstehenden Anschlag auf das WTC zu tun, sondern mit Lucky. Sie rief im Tierheim an und erkundigte sich nach dem Befinden des Hundes. Man antwortete ihr, dass es seltsam sei, dass sie gerade jetzt anrufe, denn vor wenigen Minuten habe der Mann, der Lucky aufnehmen wolle, abgesagt, da seine Vermieterin keine Tiere erlaube. Frau Winheim bat den Officer des Tierheims, den Hund nicht töten zu lassen, da sie sich um eine Vermittlung kümmern wolle. Danach rief sie ihre Cousine an und bat sie um Hilfe bei der Vermittlung. Durch dieses Telefongespräch aufgehalten, verpasste Frau Winheim ihren Bus und musste den nächsten nehmen. Möglicherweise rettete ihr dieser Anruf und damit indirekt Lucky selber das Leben, dennd er erste Bus war pünktlich um 8.50 Uhr , genau zum Zeitpunkt des ersten Einschlages am WTC angekommen. Der Fahrer des zweiten Busses, in dem sich Patricia Winheim befand, erfuhr über Radio von dem Anschlag und beschloss, zum Flughafen zurück zu kehren. Dort saß sie drei Tage fest, bis es ihr gelang, ein Auto zu mieten. Zwei Tage später kam sie endlich wieder bei ihrer Cousine in Burlington an. Ihr erster Weg führte sie ins Tierheim, um Lucky freizukaufen.

Lucky wurde gegen Tollwut geimpft und kastriert. Allerdings musste er wegen der frischen Impfung noch drei Wochen im Tierheim bleiben ( Vorschrift der USA). Frau Winheim flog ein paar Tage später nach Hause, kehrte aber drei Wochen darauf wieder nach Burlington zurück, um Lucky nach Aschaffenburg zu holen. Im kreise der Freunde und Verwandten in Burlington hatte sich leider kein neuer Besitzer für Lucky gefunden.

Nach ein paar Tagen fand sich endlich eine Familie aus Darmstadt, die ihn aufnahm. Jedoch keine sechs Monate später wurde Lucky, der nun gar nicht mehr glücklich war, von den Leuten ins Tierheim Babenhausen gebracht. Nachbarn der Familie bestätigten, dass der Hund nur ein bis zweimal am Tag für maximal fünf Minuten Gassi gehen durfte, dass er oft den ganzen Tag allein war (mehr als 10 Stunden) und dass er keinerlei Erziehung erhielt. So gesehen war es für Lucky vielleicht doch ein Glück, dass ihn diese Leute nicht mehr wollten.

Patricia Winheim holte den Hund noch am selben Tag aus dem Bagenhausener Tierheim und brachte ihn zu einer Pflegestelle, wo er es jetzt zwar sehr gut hat, aber leider nicht lange bleiben kann. Die Dame der Pflegestelle wird ab Pfingsten beruflich für einige Monate nach Köln umziehen und kann Lucky leider nicht mitnehmen. Damit sich Lucky nicht immer wieder neu irgendwo eingewöhnen muss, suchen wir für ihn ein endgültiges, gutes, neues Zuhause.

Lucky ist ein junger, außergewöhnlich schöner, sensibler und weicher Deutscher Schäferhund, der leicht und gerne lernt. Er hat große Angst vor Stöcken, was darauf schließen lässt, dass er öfter verprügelt wurde. Menschen gegenüber ist er aber sehr freundlich und zutraulich. Er schließt schnell Freundschaft mit anderen Hunden und mit Menschen. Er ist aber zur Zeit noch relativ unerzogen und braucht daher einen hundeerfahrenen Menschen. Er zieht z.B. an der Leine, springt Leute aus lauter Freude an und versucht, sie durch das Gesicht zu lecken. Lucky verträgt sich gut mit Kindern, da er aber jung und stürmisch ist, sollten Kinder etwas größer sein (mind. 12 Jahre). Er ist sehr anhänglich, blickt "seine" Menschen mit seinen warmen braunen Augen direkt ins Gesicht und genießt jede Streicheleinheit. Er braucht viel Liebe aber auch viel Bewegung und noch etwas Benimm.

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