Vorstellung der Gemeinschaft - Ziele und Aufgaben

Grüezi und Guten Tag!

"White Shepherd Helpline? Noch nie gehört!"

Das soll sich ändern, deshalb möchten wir uns kurz vorstellen. Die nachfolgende Aufstellung soll Ihnen einen kleinen Überblick darüber geben, was Sie von der WSHL erwarten dürfen. Genaueres erfahren Sie dann auf den weiteren Seiten unserer Interessengemeinschaft.

Lebenshilfe für Mensch und Tier (hier darf sich jeder melden, der sich angesprochen fühlt) Vorrangig möchten wir denen helfen, die von ihren Züchtern allein gelassen wurden.

Hilfe bei der Vermittlung von Hunden, die aus schlechter Haltung kommen

Hilfe und Tips für Menschen, die einen dieser armen Hunde aufnehmen wollen oder bereits aufgenommen haben.

Info über den Weißen Schäferhund (Charakter, Standard, Ernährungstips, Pflege und Bücher)

Beratung vor dem Welpenkauf

Hilfe bei Erziehungsproblemen

Ein jährliches "Schnuppertreffen" für Mensch und Tier

Beistand in allen Fragen rund um den Hund, ein Hundeleben lang

Die Interessengemeinschaft steht offen für alle, die sich für das Wohl dieses wundervollen Familienhundes einsetzen wollen. Die Beseitigung von Mißständen im Bereich von Züchtern und Haltern, denen das Lebewesen vollkommen egal, ist, soll angepackt werden. Jede Hilfe (egal, welcher Art), wird gerne und dankbar angenommen. Wenden Sie sich gerne an unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Wir über uns

Die Helpline ist noch recht jung. Gegründet wurde sie im Mai 1999 von Sybille Döderlein, Erica Lüscher, Ursula Duisenberg und Herbert Burkhardt. Alle Gründungsmitglieder wurden immer öfter mit verhaltensgestörten Weißen Schäferhunden konfrontiert, so dass der Wunsch entstand, hier helfend eingreifen zu können. Da alle Besitzer eines oder mehrerer Weißer Schäferhunde sind, war die Idee zur White Shepherd Helpline naheliegend.

Bewußt wurde die Form einer Interessensgemeinschaft gewählt. Zunächst soll der Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden. Sollte der Weg der Gemeinschaft eine Vereinsgründung notwendig machen, kann das immer noch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Eine Erhebung von Beiträgen ist für die IG nicht geplant - die Mitglieder bekommen keinerlei Kostenerstattung, es ist jedem frei gestellt, wie stark er sich engagieren möchte und kann.

Sämtliche Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und stellen engagiert einen Teil ihrer Freizeit in den Dienst der Hunde, denen ein trauriges Schicksal widerfahren ist.

Ziel der WSHL ist es vorrangig, durch Beratung in Problemfällen Hilfestellung zu geben. Problembeseiteigung durch Abgeben der Hunde ist nicht die Lösung. Hier möchten die Mitarbeiter der WSHL helfend zur Seite stehen, damit das Tier in der Familie bleiben kann.

Die Weißen Schäferhunde sind wegen ihres höchst sensiblen Wesens sehr häufig die Leidtragenden einer zu harten oder inkonsequenten Erziehung. Sie mögen keine harte Gangart in der Erziehung und sind sehr menschenbezogen und anhänglich. Jeder Besitzer muss sich im klaren sein, dass er sich keinen Befehlsempfänger, sondern ein Familienmitglied und Partner ins Haus holt. Nur so kann ein Weißer richtig aufleben. Die Rasse reagiert auf psychische Belastung sehr schnell mit Magen/Darmproblemen und Allergien sowie einer Veränderung des Wesens (Scheuheit).

Wenn das Problem jedoch erkannt ist, läßt es sich in den meisten Fällen bekämpfen und mit ein wenig Geduld beheben. Das gilt auch für Hunde, die durch die Behandlung beim Vorbesitzer nun beim neuen Eigentümer Probleme bereiten.

Bewußt haben wir diese Hilfestellung in den Vordergrund unserer Interessengemeinschaft gestellt. Denn fast alle Mitglieder haben Erfahrung im Umgang mit Weissen Schäferhunden, sei es durch jahrelange Kontakte zu Besitzern und Kenntnisse der "Szene", sei es durch Mitarbeit im Tierheim oder der Leitung der Hundeschule, sei es einfach durch die Betreuung des eigenen Hundes.

Eine weitere Aufgabe sehen wir darin, die Käufer im Vorfeld zu informieren, was sie beim Kauf eines Weißen Schäferhundes erwartet. Das bedeutet, Information über Rassestandard, Charakter und Wesen des Weißen Schäferhundes. Hierbei erhoffen wir uns mittelfristig auch Unterstützung und Hilfe durch die Vereine und Züchter. Es ist uns aber klar, dass wir diesen zunächst beweisen müssen, dass wir in der Lage und auch Willens sind, aktiv zu helfen. Eine gute Vereins- und Zuchtarbeit im Interesse der Rasse sehen auch wir als unterstützenswert an. Gleichzeitig wäre es aber auch schön, wenn Interessenten, die aus finanziellen oder anderen Gründen keinen Welpen eines Züchters abnehmen möchten und bereit sind, einen Tierheimhund aufzunehmen, an uns verwiesen würden.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch darüber informieren, was der Interessent von einer Zuchtstätte erwarten darf. Auf einer weiteren Seite können Sie bereits ein wenig über unsere Vorstellungen diesbezüglich lesen.

Einige Worte zum Thema Vermittlung von Problemhunden

Es ist sehr wichtig, dass auch die Hunde, die "abgeschoben" wurden oder unter unwürdigen Umständen dahin vegetieren, eine neue Chance bekommen. Und wir sehen es als eines unserer Ziele an, uns dieser Aufgabe zu stellen.

Wir möchten im Bereich der Vermittlung einen etwas anderen Weg beschreiten, als es einige andere Vereine anderer Rassen bereits tun. Dort werden die Hunde aus Tierheimen in die Familie der Vereinsmitglieder übernommen und dort betreut, bis sie vermittelt sind. Diese Arbeit mag in einigen Fällen notwendig und wichtig sein, sie birgt aber - unserer Meinung nach - auch die Gefahr, dass dem Weg des Hundes eine weitere Station hinzugefügt wird. Bei unserer sensiblen Rasse könnte sich dies - trotz guter Behandlung - negativer auswirken als wenn der Hund im Tierheim (ebenfalls artgerechte Haltung vorausgesetzt) belassen worden wäre.

Wir haben uns zu diesem Thema viele Gedanken gemacht und sind zu dem Schluß gekommen, dass wir um die Vermittlung nicht herum kommen. Wir möchten zunächst dem Besitzer Hilfestellung geben, so dass es vielleicht gar nicht mehr zur Abgabe des Hundes kommt.

Wenn ein Hunde trotzdem abgegeben werden muss - sei es durch auftretende Allergien, durch Veto des Vermieters o.ä. - , werden wir die Tiere auf unserer Internetseite kurz vorstellen.

Bei gutem Kontakt zu dem neuen Besitzer werden Sie auf unserer Geschichtenseite vielleicht etwas mehr zum Hintergrund erfahren können. Wir gehen davon aus, dass diese Tiere jedoch noch so lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, bis sie vermittelt sind.

Die Weißen Schäferhunde, die bereits im Tierheim abgegeben worden sind, sollen unter der dortigen fachlichen Betreuung bleiben, bis sich ein neuer Besitzer gefunden hat. Langfristig möchten wir erreichen, dass eine Information durch die Tierheime an uns erfolgt, wenn ein "Weißer" dort eingetroffen ist. Durch unsere Kontakte können wir vielleicht spontan einen Interessenten an dieses Tierheim vermitteln. Die anfallende Vermittlungsgebühr kommt dem Tierheim direkt zugute, die Helpliner möchten lediglich die Kontakte herstellen. Denn wie oft kommen Anrufe, dass Interessenten bereit sind, einen Tierheimhund aufzunehmen, das lokale Tierheim aber keinen hat. So verbreitet ist die Rasse ja auch nicht. Den Interessenten führt der Weg - mangels Hilfestellung - nun doch zum Züchter. Durch die Helpline könnte hier eine Möglichkeit gegeben werden, den Interessenten an ein an anderes Tierheim in der näheren Umgebung zu verweisen.

Vorrangig ist für uns zunächst, die Arbeit und die Ziele der Helpline bekannt zu machen. In welche Richtung sich unsere Arbeit und Aufgaben dann entwickeln werden, werden wir sehen. Wir sind in alle Richtungen offen und hoffen auf Unterstützung durch die Medien und Vereine.